Desinfektionsmittel

Wie Sie in Ihrem Betrieb dem Corona-Virus die Arbeit schwer machen

Noch stehen viele Betriebe still und das ist am Anfang auch sehr wichtig. Wenn ihr Betrieb davon nicht betroffen ist können Sie mit einigen Hygienetipps ihre Mitarbeiter gesund halten.

Ein wichtiger Aspekt zuerst: Bitte rechnen Sie damit, dass ihre Mitarbeiter zu 30% ausfallen. Sie müssen Ihre Mitarbeiter bitten, sofort zu Hause zu bleiben, wenn sie sich krank fühlen. Auch ohne deutliche Symptome kann es sich um das Virus handeln und die betroffenen Personen sind bereits ansteckend.

Das ist auch der Grund, warum es sich so schnell verbreitet. Verstehen Sie die Angst ihrer Mitarbeiter und üben sie keinen Druck aus. Die Angst eine Stelle zu verlieren ist groß, vertrauen Sie auf die Solidarität und den Willen, ihr Unternehmen nicht im Stich zu lassen. Es ist wichtiger denn je, den Menschen vor den Gewinn zu stellen.

Informieren Sie Mitarbeiter, Kunden und die Öffentlichkeit regelmäßig, wenn sich etwas ändert. Je besser die Kommunikation funktioniert, desto sicher fühlen sich alle.

So kann ihr Betrieb durch die Corona-Krise kommen

Soziale Kontakte müssen reduziert werden. Sagen Sie Besprechungen deshalb ab, oder nutzen dafür digitale Kommunikation.

Dienstreisen sind ohnehin nicht möglich, aber auch Außendienste sollen bei direktem Kontakt mit Menschen nur wenn notwendig stattfinden. Viel lässt sich heute online erledigen. Zustelldienste werden weiter funktionieren, also bitte nutzen. Home-Office ist in vielen Bereichen leicht möglich und soll genutzt werden. Risikogruppen, also Menschen über 60 oder mit Vorerkrankungen, die den Körper schwächen, müssen zuhause bleiben.

Es muss ein Abstand von 2 Metern zwischen den Mitarbeitern möglich sein. Frische Luft ist sehr wichtig, also regelmäßig lüften. Wenn das nicht möglich ist, kontrollieren Sie, wann die Belüftung das letzte Mal gereinigt wurde und veranlassen sie das jetzt.

Die wichtigsten Punkte auf einen Blick

  • Teilen Sie die Belegschaft in kürzeren Schichten ein, dann sind nicht alle gleichzeitig in einem Raum. Überfordern Sie ihre Mitarbeiter nicht.
  • Wenn im Betrieb Kundenkontakt erlaubt und notwendig ist, markieren Sie die notwendigen Abstände am Boden.
  • Vor der Kassa gut sichtbare Klebestreifen können anzeigen, wie groß der Abstand sein soll.
  • Warteschlangen sind an der frischen Luft besser aufgehoben als in Räumen.
  • Lassen Sie nicht zu viele Menschen gleichzeitig in den Verkaufsraum.
  • Hygienemaßnahmen müssen verschärft werden.
  • Arbeitsflächen, Telefone, Tastaturen, alles was wir angreifen wird regelmäßig desinfiziert.
  • Seife und Desinfektionsmittel müssen überall vorhanden sein.
  • Anleitungen zum Händewaschen aufhängen.
  • Einmalhandtücher sind unbedingt notwendig.
  • Mindestens 4x täglich lüften. Am besten durchziehen lassen.

So verhalten Sie sich richtig

Die Hände sollen richtig gewaschen werden: Handrücken, Zwischenräume, Fingerkuppen. Schauen Sie sich diverse Arztserien an, dort sieht man es besonders schön.

Hier finden Sie auch ein kleines Video

Berühren Sie ihr Gesicht nicht (das ist schwieriger, als es klingt). Das Virus wird nämlich erst richtig gefährlich, wenn es von Ihren Händen auf das Gesicht übertragen wird.

Wenn Sie husten oder niesen, tun Sie das in ein Taschentuch oder in die Armbeuge. Bitte nicht in die Hand, sonst verteilen Sie die Viren nur überall. Nutzen Sie Taschentücher nur einmal und werfen Sie sie sofort in den Müll.

Wenn ein Mitarbeiter tatsächlich erkrankt: Rufen Sie sofort 1450 an. Informieren Sie alle anderen Mitarbeiter.

Übrigens: Das Rote Kreuz arbeitet gerade mit Hochdruck an einer „Stopp Corona“-App. Dort kann man dann nicht nur aktuelle Informationen erhalten – auch der jeweilige Kontakt kann eingetragen werden, damit die Verbreitung rasch eingedämmt werden kann.

Wer in besonders gefährdeten Gebieten war soll bitte sicherheitshalber 14 Tage zu Hause bleiben!
Die Schutzmasken sind derzeit für unser medizinisches Personal besonders wichtig. Risiko-Gruppen werden sie als nächstes brauchen. Aber wirklichen Schutz bieten nur FFP3 Masken. Wenn Sie selbst krank sind, können Sie mit den normal erhältlichen Masken die Verbreitung ein wenig verringern. Wenn Sie also befürchten, dass Sie sich angesteckt haben, können sie die Masken tragen.

Sind sie tatsächlich krank, müssen Sie sich in Heimquarantäne begeben!

Wichtig: Die normalen Masken schützen nicht vor dem Virus!

Günther Zeman

Günther Zeman