Versicherungsschutz in Krisenzeiten

Versicherungsschutz in Krisenzeiten sicherstellen!

Achten Sie auch in Krisenzeiten darauf, dass Ihr Versicherungsschutz aufrecht bleibt. Denn gerade in solchen Fällen ist es nicht selten, dass auch noch das Pech dazukommt.

Es gibt immer wieder schlimme Situationen. Im Moment ist es die Corona-Krise. Bestimmt denken Sie momentan an alles, nur nicht an Ihre Versicherung. Aber damit Sie im Fall der Fälle tatsächlich den vollen Versicherungsschutz haben, müssen Sie leider auch einigen Pflichten nachkommen – vor allem, wenn Ihr Betrieb derzeit geschlossen ist.

Schäden im geschlossenen Betrieb: Wann zahlt die Versicherung?

Prämien zahlen allein reicht nicht immer aus. Wenn Ihr Betrieb geschlossen ist und ein Schaden entsteht, kommt es aufs Kleingedruckte an. Hier ein paar Beispiele:

  • Die (bereits korrodierte) Wasserleitung bricht und überflutet den Betrieb
  • Die Heizung fällt aus (wodurch Folgeschäden entstehen)
  • Im geschossenen Betrieb wird eingebrochen

Klar ist: Je später Sie den Schaden entdecken, desto größer ist er. Und wenn Sie Pech haben, bleiben Sie sogar auf den Kosten für alle Schäden sitzen – nämlich dann, wenn sie Ihre Sorgfaltspflicht ignoriert haben. Denn die Versicherung ist – je nach Vertrag – in gewissen Umständen von jeglicher Leistung befreit.

Darauf müssen Sie jetzt achten

In der „Versicherungssprache“ heißt es vertraglich vereinbarte Obliegenheiten der Versicherungsverträge. Auf Deutsch übersetzt: Sie haben sich beim Unterzeichnen des Vertrags verpflichtet, gewisse Dinge zu tun oder sicherzustellen, dass sie getan werden. Dazu gehört zum Beispiel, dass Sie regelmäßige Kontrollgänge in Ihrem Betrieb durchführen, auch (oder gerade), wenn er geschlossen ist.

Diese Verpflichtungen gelten auch, wenn Ihr Betrieb auf Anordnung der Behörden geschlossen ist. Wenn Sie das nicht tun und ein Schaden entsteht, wird Ihre Versicherung die Leistung ablehnen und Sie müssen selbst für alle Schäden und Folgeschäden aufkommen.

So oft müssen Sie Ihren Betrieb überprüfen

Damit Sie Ihrer Sorgfaltspflicht nachkommen, sollte der Inhaber oder Geschäftsführer mindestens alle drei Tage Kontrollgänge machen. Achten Sie vor allem darauf, ob die Heizung läuft, ob sich irgendwo feuchte Stellen abzeichnen (Hinweis auf einen Rohrbruch) und ob alles ordnungsgemäß verschlossen ist.

Bei dieser Gelegenheit sollten Sie übrigens auch gleich alle Wasserhähne für ein paar Minuten öffnen – das hat zwar nichts mit der Versicherung zu tun, schützt Sie und Ihre Mitarbeiter vor einer erhöhten Keimbelastung im Trinkwasser!

Fazit: Schauen Sie in regelmäßigen Abständen auf Ihr Unternehmen. Und sollten Sie Zahlungsschwierigkeiten haben, sprechen Sie mit Ihrem Ansprechpartner bei der Versicherung. Er wird bestimmt eine Lösung finden!

Torsten Frantz

Torsten Frantz