Online-Marketing

Online-Marketing in Zeiten der Corona-Krise

Ganz Österreich steckt in der Krise. Ganz Österreich? Nein. Wenn Sie zu den Glücklichen gehören, die ihr Marketing bereits digitalisiert haben, können Sie sich relativ entspannt zurücklehnen. Wenn nicht, ist jetzt der richtige Zeitpunkt, um damit zu starten.

Einfach durchtauchen? Oder lieber aktiv werden? Diese Frage ist eigentlich leicht beantwortet. Durchtauchen wird schwierige, weil diese Krise sicher lange dauern wird – in China trat die erste Erholung erst nach ca. drei Monaten ein. Und die Welt wird danach nicht dieselbe sein.

Das Konsumverhalten ändert sich ohnehin ständig und gerade jetzt bemerken die Menschen, dass sie auch ohne persönlichen Kontakt vieles erledigen können – einkaufen, Beratung holen, lernen usw. Um da mitzuhalten, sollten Sie also besser etwas tun.

1. Sichtbarkeit erhalten und verbessern

  • Bleiben Sie sichtbar, auch wenn Sie nicht geöffnet haben. Sonst besteht die Gefahr, dass Ihre Mitbewerber den Platz in den Köpfen Ihrer potenziellen Kunden belegen.
  • Bleiben Sie auf Social Media präsent – posten Sie Erinnerungen. Als Gastwirt zum Beispiel Fotos von Speisen oder Events, als Dienstleister Infos über Referenzkunden oder abgeschlossene Projekte, als Reisebüro Fotos von vergangenen Reisen usw.
  • Posten Sie Dinge und Situationen aus Ihrem Alltag, damit Ihre Kunden sehen, wie es Ihnen geht. Sitzen Sie im Home-Office? Oder renovieren Sie gerade Ihre Geschäftsräume? Zeigen Sie das in den Sozialen Medien.
  • Posten Sie nützliche Infos und Tipps, die zu Ihren Produkten und Dienstleistungen passen. Vielleicht wäre jetzt auch der richtige Zeitpunkt, einen Blog zu starten.
  • Posten Sie auch ruhig Unterhaltsames, einfach zur Ablenkung von Corona. Aber bitte keine Witze über die aktuelle Situation, das wäre unangebracht.
  • Nutzen Sie Ads (Facebook, Google) – gerade als kleines, regionales unternehmen können Sie mit ein paar Euro Werbebudget in der näheren Umgebung sehr viel Sichtbarkeit erreichen. In vielen Bereichen sind die Klickkosten derzeit sehr günstig, da es weniger Konkurrenz gibt.

2. Bereiten Sie sich auf den Neustart vor

  • Tun Sie Dinge, die Sie schon immer machen wollten, für die aber nie Zeit war.
  • Prüfen Sie Ihre Website und Ihre Social Media-Profile kritisch. Sind die Infos und Bilder noch aktuell? Ist das Layout noch up to date? Wird Ihre Seite auch auf mobilen Geräten perfekt dargestellt?
  • Tipp: Geben Sie in der Suchmaschine Ihres Vertrauens „site:www.ihredomain“ ein. Sie werden sich wundern, welche Seiten da noch gelistet sind und wie sie in den Suchergebnissen dargestellt werden.
  • Sorgen Sie für mehr Follower und Fans auf Ihren Social Media-Seiten.
  • Optimieren Sie Ihren Eintrag auf Google MyBusiness.
  • Melden Sie sich bei zusätzlichen Netzwerken an (Xing, LinkedIn) und knüpfen Sie wichtige Kontakte für die Zeit nach der Krise.
  • Überarbeiten Sie Ihre Verkaufsunterlagen
  • Checken Sie Ihren Newsletter: Ist der Verteiler aktuell? Wann haben Sie zuletzt einen versendet?
  • Hinterfragen und verschlanken Sie Ihre Prozesse.
  • Entrümpeln Sie Ihren Blog, verbessern Sie bestehende Beiträge, schreiben Sie neue.
  • Holen Sie sich Referenzen und Bewertungen und seien Sie auch selbst großzügig damit.

3. Treiben Sie die Digitalisierung voran

  • Entwickeln Sie neue digitale Produkte und Vertriebswege.
  • Verkaufen Sie Gutscheine, die Ihre Kunden einlösen können, wenn Ihr Geschäft wieder geöffnet ist.
  • Verkaufen Sie online. Wenn Sie noch keinen Onlineshop haben, gründen Sie einen. Aber holen Sie sich vorher die richtige Beratung. Mit Standard-Software können Sie zwar schnell einen guten Shop aufbauen, aber Sie sollten die Folgekosten nicht unterschätzen – zum Beispiel für Onlinewerbung. Ihr Shop soll ja schließlich keine Geisterstadt werden, wie alle Innenstädte derzeit.
  • Es muss nicht immer der eigene Onlineshop sein. Sie können auch einen eigenen Shop auf bereits existierenden Plattformen erstellen oder Ihre Produkte in den Sozialen Medien promoten.
  • Derzeit lässt sich fast alles mittels Online-Beratung verkaufen – oder telefonisch bzw. per Videokonferenz. Probieren Sie es aus – viele dafür notwendige Tools sind sehr günstig oder sogar kostenlos verfügbar.
  • Nutzen Sie für beratungsintensive Videos Erklärvideos oder einen Online-Konfigurator.
  • Bieten Sie digitale Produkte an, zum Beispiel eBooks, Videos, Kurse.

4. Bilden Sie sich weiter

Die Weiterbildungs-Branche ist im Moment sehr aktiv dabei, ihre Angebote auf virtuell umzustellen. Onlinekurse, Webinare, virtuelle Konferenzen boomen regelrecht. Gönnen Sie sich etwas Zeit, um neue Fähigkeiten zu erlernen, die Sie in Zukunft dringend brauchen werden.

Lernen Sie zum Beispiel

  • Bildbearbeitung für erfolgreichere Facebook-Postings
  • Social-Selling auf den Business-Plattformen
  • Ads schalten
  • Eine neue Sprache

Oder legen Sie Prüfungen ab, erwerben Sie Zertifikate. Damit können Sie in Zukunft bei Ihren Kunden punkten!

Harald Schrefl

Harald Schrefl

Experte für Online-Marketing

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